Wer einen Rollhocker oder Arbeitshocker auswählt, achtet häufig zuerst auf Rollen, Höhenverstellung oder Design. Doch ein entscheidender Faktor für Komfort, Haltbarkeit und Pflege ist das Sitzteil selbst.
Grundsätzlich gibt es zwei verbreitete Bauweisen:
-
Sitzteile aus Integralschaum
-
klassische Polstersitze mit Bezug
Doch welches Sitzmaterial ist die bessere Wahl? In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede und zeigen, welcher Sitz für welchen Einsatzbereich ideal ist.
Was ist ein Integralschaum-Sitz?
Ein Integralschaum-Sitz besteht aus Polyurethan-Schaum (PU), der in einer Form geschäumt wird. Dabei entsteht eine robuste, geschlossene Oberfläche, während der Kern elastisch und komfortabel bleibt.
Das Ergebnis ist ein nahtloses Formteil, bei dem Oberfläche und Polster bereits in einem einzigen Bauteil integriert sind.
Typische Eigenschaften eines Integralschaum-Sitzes
-
robuste und abriebfeste Oberfläche
-
elastischer, langlebiger Schaumkern
-
fugenlose Oberfläche ohne Nähte
-
formstabile Konstruktion
-
pflegeleicht und hygienisch
-
Farbe direkt im Material
Diese Eigenschaften machen Integralschaum besonders interessant für Rollhocker in Werkstatt, Labor oder Industrie.
Was ist ein klassischer Polstersitz?
Bei einem klassischen Polstersitz besteht das Sitzteil aus mehreren Komponenten:
-
Holzträgerplatte
-
Polsterschaum
-
Bezug aus Kunstleder oder Stoff
Diese Bauweise findet man häufig bei Bürohockern, Praxishockern oder Wohnmöbeln, da sie einen besonders angenehmen Sitzkomfort bietet.
Vorteile eines Integralschaum-Sitzes
Integralschaum-Sitzteile sind extrem widerstandsfähig gegenüber:
-
Abrieb
-
Kratzern
-
Stößen
-
intensiver täglicher Nutzung
Da kein Bezug vorhanden ist, kann nichts einreißen, sich lösen oder abnutzen.
Gerade bei Werkstatthockern oder Industriehockern ist das ein großer Vorteil.
Ein Integralschaum-Sitz lässt sich besonders einfach reinigen.
Vorteile im Arbeitsalltag:
-
leicht abwischbar
-
keine Nähte oder Fugen
-
schmutzunempfindlich
-
beständig gegen viele Reinigungs- und Desinfektionsmittel
Deshalb sind Integralschaum-Sitze sehr beliebt bei:
-
Werkstatt-Rollhockern
-
Laborhockern
-
Industriehockern
-
Praxishockern
Bei klassischen Polstersitzen kann sich mit der Zeit der Bezug abnutzen oder Falten bilden.
Integralschaum hingegen bleibt:
-
formstabil
-
widerstandsfähig
-
langlebig auch bei hoher Beanspruchung
Gerade in Arbeitsumgebungen mit intensiver Nutzung zahlt sich das aus.
Da Integralschaum-Sitze direkt in einer Form produziert werden, können bereits bei der Herstellung verschiedene Details integriert werden:
-
ergonomische Sitzformen
-
abgerundete Kanten
-
Oberflächenstrukturen
-
verschiedene Farben
Das ermöglicht funktionale und robuste Designs für Arbeitshocker.
Vorteile eines klassischen Polstersitzes
Auch die klassische Polsterbauweise hat wichtige Vorteile.
Höherer Sitzkomfort
Der weichere Polsterschaum sorgt für ein besonders angenehmes Sitzgefühl, vor allem bei längeren Sitzzeiten.
Wohnliche Optik
Kunstleder- oder Stoffbezüge wirken häufig wärmer und hochwertiger, weshalb sie besonders im Büro- oder Praxisumfeld beliebt sind.
Austauschbare Bezüge
Bei Beschädigungen kann ein Sitz teilweise neu bezogen oder repariert werden.
Integralschaum oder Polster – welches Sitzteil passt besser?
Die Wahl hängt stark vom Einsatzbereich ab.
Integralschaum ist ideal für
-
Rollhocker in der Werkstatt
-
Industriearbeitsplätze
-
Labore
-
medizinische Einrichtungen
-
stark beanspruchte Arbeitsbereiche
Polstersitze eignen sich besonders für
-
Büroarbeitsplätze
-
Praxen und Empfangsbereiche
-
längere Sitzzeiten
-
wohnliche Arbeitsumgebungen
Fazit: Der richtige Sitz für Ihren Rollhocker
Sowohl Integralschaum-Sitze als auch klassische Polstersitze haben ihre Vorteile.
-
Polstersitze überzeugen durch Komfort und Optik.
-
Integralschaum-Sitze punkten mit Robustheit, Hygiene und Langlebigkeit.
Wer einen Rollhocker für Werkstatt, Labor oder Industrie sucht, profitiert meist von einem strapazierfähigen Integralschaum-Sitz. Für Büro oder Praxis ist dagegen häufig ein weich gepolsterter Sitz die angenehmere Lösung.